CD-Einspielungen



Pressestimmen:

[…] Die von Lang getroffene Auswahl an Klavierstücken aus verschiedenen Schaffensperioden ist repräsentativ und weist Gunst als einen durchaus eigenständigen Erben seines Freundes Skrjabin aus. […] Und diese Musik spricht für sich: Die vollgriffig-expressive Sonate-Fantaisie in f-Moll op.8 ebenso wie die poetischen Heidelberger Skizzen op. 6 und die zwei ziselierten „Romances sans Paroles“ op. 2; die skrjabinesk zuckende, luzide lodernde, harmonisch dicht am Rande der Atonalität geschichtete Sonate Nr. 2 cis-Moll op.10, aber auch die späten, impressionistisch angehauchten Tänze op. 29 sowie die knappen, fast neoklassizistisch daherkommenden „Douze Miniatures“ op. 28. […]
Werner M. Grimmel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. September 2014
[…] Susanne Lang interpretiert die Werke von Jewgeni Gunst mit großem Gespür für die feinen stilistischen Kontraste. Sie spart, wenn es sinnvoll ist, nicht mit Pathos, hat aber auch jede Menge impressionistischen Klangzauber auf Lager. In den Charakterstücken (vor allem den „Douze Minatures“) arbeitet sie überdies fein den doppelbödigen Humor des Komponisten heraus, wenn dieser musikalisch etwa einen Wespenschwarm oder ein schwankendes Boot darstellt. […]
http://www.kulturradio.de/rezensionen/cd/2014/jewgeni-gunst-klavierwerke-.html
Bernhard Schrammek, RBB Kulturradio, 18. August 2014
[…] Ausdrucksdirektheit und Klanggewalt, orientalisierende Farbigkeit und schillernde Chromatik russischen Repertoires scheinen ihr zur zweiten Natur geworden zu sein […] Der Anschlag ist wandelbar, immer kernhaft, fast spröde, nie einschmeichelnd süß […] Langs Agogik ist meisterhaft, das Rubato kontrolliert und elastisch […]
Dr. Daniel Krause, klassik.com, 31. Juli 2014
[…] Schlicht, sensibel und tonal erklingen „Sonate-Fantaisie“ […] lässt Susanne Lang fließen, phrasiert in feinsten Schattierungen. Empfindsam strömen die Übergänge bei „Danses fantasques“ […] Transparent, variabel, elegant in klanglicher Raffinesse bilden „Douze Miniatures“ den krönenden Abschluss dieser bemerkenswerten Einspielung […]
Gerhard Hoffmann, Der Neue Merker, Wien, Juli 2014
Die eingespielten Werke verraten eine kunstvolle, originelle Handschrift, zumal Susanne Lang in die Geisteswelt von Gunst sensibel eintaucht. Schimmert in den beiden Sonaten Skrjabin durch, nähert sich Gunst bald zudem Debussy, um mit den „Heidelberger Skizzen“ kurzweilige Charakterstücke vorzulegen – humorvoll und bildhaft. Diese Stimmungen und Stile fängt Lang beispielhaft ein, kostet dissonante Reibungen ebenso aus wie quasi-impressionistische Farbgebungen. Das macht Lust auf mehr.
Marco Frei, Fono Forum, Juli 2014
[…] wie alles andere mit grosser pianistischer Sensibilität und Kraft gespielt […]
Sigried Schibli, Basler Zeitung, 12. Juli 2014
[…] bezaubernd komplexe Tonmagie auf der Schwelle zur Moderne.
Johannes Saltz, Kulturspiegel, Juni 2014
[…] Die Pianistin Susanne Lang präsentiert jetzt die ersten Funde aus Gunsts kompositorischer Werkstatt, bezaubernd komplexe Tonmagie auf der Schwelle zur Moderne.
Frank Pommer, Die Rheinpfalz, 24. Mai 2014
[…] Susanne Lang kann in ihrem Spiel die Sinnesreize von Gunsts Musik voll zur Wirkung bringen, es gelingt ihr, über das Illustrative hinaus, die Musik auf eine höhere Ebene zu transportieren und ihr so Erlebniskraft zu geben. Und das ist ihr Rezital, ein Erlebnis auch nach der ersten Entdeckung, beim zweiten und beim dritten Abhören des Programms […]
[…] Gunst’s works have the power of durable life, especially when played so expressively as it is done by Susanne Lang.
Remy Franck, www.pizzicato.lu, 11. Mai 2014
[…] Susanne Lang spielt diese Werke von Evgenij Gunst gleichermaßen fabelhaft. Eine Wiederentdeckung, die unbedingt lohnt.
Oswald Beaujean, br.de, 8. Mai 2014
Dass die Pianistin die russische Schule genossen hat, hört man gleich an den ersten Akkorden von Prokofjews „Montagues et Capulets“. So kraftvoll sinfonisch und temperamentvoll durchglüht klingt das, dass man hier eher einen slawischen Tastentitan à la Andrei Gavrilov oder Boris Berezovsky als eine 24-jährige Nachwuchspianistin am Flügel vermutet. Doch sie weiß sich auch zurückzunehmen: Schuberts Moment Musical AS-Dur D 780 Nr. 2 trägt sie mit leiser Melancholie vor, und ihre Deutung von Smetanas origineller Konzertetüde „Am Seegestade“ besticht durch Poesie und Farbenreichtum. Pianistische Brillanz, tänzerische Leichtigkeit und agogische Fantasie charakterisieren ihre Interpretationen von Liszts Klaviertranskription der „Nachtigall“ von Alexander Alyabev und Rachmaninows beliebter „Polka über ein Thema von W. R.“. […] insgesamt ein vielversprechendes Debüt mit interessantem Repertoire.
Mario-Felix Vogt, Fono Forum, März 2011
[…] Ungewöhnlich wie die Karriere auf der Überholspur ist die Werkauswahl auf der ersten CD, die die junge Künstlerin bei OehmsClassics eingespielt hat. […] Dabei „verkauft“ sie die Dumkas, Polkas und Wiegenlieder von Tschaikovsky, Rachmaninow und Smetana höchst elegant, mit großer Sensibilität die „Moments musicaux“ von Schubert und mit erstaunlicher Kraftentfaltung den Feuertanz von Manuel de Falla und die drei ausgewählten Stücke ihres erklärten Lieblingskomponisten Sergej Prokofjew (Mephisto-Walzer und zwei Sätze aus der Ballett-Suite „Romeo und Julia“).
Waltraud Brunst, Mannheimer Morgen, 28. Oktober 2010
„Petites fleurs“ ist der Titel der ersten Solo-CD […] Erstaunlich ist die Ausdruckssicherheit von Susanne Lang, deren beeindruckende Technik nie zum virtuosen Selbstzweck wird, sondern stets im Dienste der Sache, also der Musik eingesetzt wird. Das klingt alles ganz leicht, fast schon beiläufig, nie angestrengt und bemüht.
Frank Pommer, Die Rheinpfalz, Überregional (18. September 2010)
Die Nachtigall von Franz Liszt ist ein schönes Beispiel für Susanne Langs Interpretationskunst. Der zarte Anfang klingt weich, die Interpretin schafft Raum, in dem sich langsam Spannung aufbauen kann, ein kurzer Lauf zeichnet noch den Flug der Nachtigall mit schwebender Leichtigkeit. Kaum merklich verdichtet sich die Atmosphäre, bis schließlich das Werk in aufgewühlten Emotionen kulminiert. Den Tiefen der russischen Seele spürt die Pianistin in einem Werk nach, das Tschaikowsky nach einem Volkslied geschrieben hat, Dumka (op. 59). Deutlich wird hier, dass die Künstlerin sehr reflektiert an die Werke herangeht. […] Sehr erfreulich ist dabei, dass Susanne Lang ihr virtuoses Können stets in den Dienst der künstlerischen Aussage stellt. Sie tritt gleichsam hinter das von ihr interpretierte Kunstwerk zurück, selbst anspruchsvolle schwierige Passagen stellt sie wie selbstverständlich in den Kontext des Ganzen. […] Frisch und modern klingt ein kleines Werk von Rodion Shchedrin [… „Ich spiel die Balalaika“], das die Pianistin sehr schön präzise akzentuiert spielt und trotzdem spielerisch klingen lässt.
Gereon Hoffmann, Die Rheinpfalz, 20. August 2010